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Wir setzen auf die Kompetenz eines Full-Liners.

Marc Fiege, Geschäftsführer Gut Darß - 200 Vario, 300 Vario, 700 Vario, 800 Vario, Katana 65, Rundballenpressen 4160 V und 4180 V, Former, IDEAL 8

Wir setzen auf die Kompetenz eines Full-Liners.

Fischland, Ferienglück und Fendt Flotte

4.700 Hektar bieten die Heimat für rund 4.000 Rinder, 2.000 Schafe und über 100 Wasserbüffel. Das Gut Darß ist ein Biobauernhof in Mecklenburg- Vorpommern in einer einzigartigen Lage. Er befindet sich auf der sonst vor allem von Touristen frequentierten Halbinsel Fischland-Darß-Zingst.

Auf dem Gut Darß wird gezeigt, wie täglich verantwortungsvoll Landwirtschaft, Umweltschutz und die Pflege der Kulturlandschaft in Einklang gebracht werden kann. Entstanden ist Gut Darß Anfang der 2000er Jahre aus der ehemaligen Agrargesellschaft Zingst. Aufwändig saniert und um Attraktionen wie Ferienwohnungen, Kletterwald, Natur-Minigolf, Spielplatz, Streichelzoo, Hofladen und Gutsküche erweitert, geht der Bio-Hof nun neue Wege. Die eines Full-Liners. Das Angebot wurde entsprechend der Nachfrage angepasst. Die intensive Grünlandnutzung aus den 1990er-Jahren ist passé. Landschaftspflege mit Beweidung der Schilfflächen ist heute das täglich Brot. 25 Mitarbeiter kümmern sich um den Tierbestand sowie die weit über 4.000 ha Land. Schon früh morgens fahren die ersten Varios der Baureihe 200 raus auf die weitläufigen Weiden. Hier stehen die 1.900 Mutterkühe mit ihrem Nachwuchs, die betreut und versorgt werden wollen. Artgerechte Tierhaltung lautet das Credo des Betriebs. Dazu werden die Kälber bis zu 8 Monate mit Muttermilch, Grünfutter und Rauhfutter ernährt.

„Auf Gut Darß wird ausschließlich selbst erzeugtes Grundfutter, bestehend aus Heu und Anwelksilage, verwendet“, erklärt Steven Bergner, Abteilungsleiter Pflanzenbau. Das Grünland wird teilweise nur einmal jährlich geschnitten und in der Folge beweidet. Auf den anderen Wiesen ist ein weiterer Schnitt möglich. Extensive Bewirtschaftung, die Mitte Juni beginnt. Dann ist Schlagkraft gefragt. Auf den rund 4500 ha Grünlandfläche wird Silage und Heu für die Wintermonate produziert. Denn dann stehen die Jungtiere in den umgebauten und modernisierten Stallungen des ehemaligen VEGs.

Schlagkraft durch Eigenmechanisierung

Damit das Futter zu optimalen Bedingungen geerntet werden kann, setzt Gut Darß auf Eigenmechanisierung: Mähen, Schwaden, Pressen, Häckseln, Abfahren und Verdichtung. Alles läuft parallel. Ganz klar, dass hier die Unterstützung eines Full-Liners gefragt ist. Fendt, beheimatet in einer Grünlandregion Allgäu, kennt sich mit den Anforderungen eines modernen Unternehmens an schlagkräftige Technik bestens aus. Dann geht es Schlag auf Schlag. Jeder Mitarbeiter und jeder Schlepper hat seine Aufgabe bei der Grünlandernte. Alle Anbaugeräte werden von Fendt Varios der Baureihen 200 bis 900 mit der höchsten Ausstattung gezogen.

In der Häckselkette spielt sich die Grünland-Technik von Fendt die Karten zu. Ohne Wenn und Aber nimmt der Feldhäcksler Fendt Katana 65 die bereitgelegten Grasschwaden auf. Ihm ist es egal, ob der Untergrund weich oder das Erntegut unterschiedlich feucht ist. Er fährt Hektar für Hektar durch den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und befördert das Gras auf die 3-Achs-Transportfahrzeuge, die von den 800er Varios gezogen werden. In der Siloanlage erhält der Fendt 700 Vario Unterstützung von Weggefährten vergangener Tage. Zwei alte K700 Stahlrösser packen bei der Verdichtung mit an, drücken knapp 20.000 t Gras fest in die vorhandenen Silos. Teil eins des Grundfutterbedarfs für die Wintermonate der Tiere in den Stallungen ist gesichert.

Doch das reicht bei weitem noch nicht aus. Da ein Teil der Fleckvieh-Mutterkühe ganzjährig auf der Weide verbleibt, muss auch für deren Zufütterung gesorgt werden. Mit Silageballen lässt sich diese einfacher gestalten. Bis zu 3.500 Silageballen werden dazu jährlich benötigt – gepresst von den variablen Rundballenpressen Fendt 4160 V und 4180 V. Bestens vorbereitet mit dem Fendt Former, dem 2-Kreisel-Schwader mit 9 m Arbeitsbreite, der das angewelkte Gras gleichmäßig auf Schwad gelegt hat. Natürlich können die Pressen mehr. Viel mehr. 5.500 Rundballen Heu kommen dazu. Und weil das nicht genug ist, wird der für die Einstreu benötigte Bedarf an Stroh auch noch von den beiden Rundballenpressen bereitgestellt – rund 6.500 Ballen. Eingesammelt werden die Ballen nicht wie man vermuten könnte von Teleskopladern. Hier ist die Frontladertechnik gefragt. Sieben Schlepper sind damit ausgestattet. „Wir wollen unsere Schlepper optimal auslasten“, begründet der Abteilungsleiter diese Entscheidung. Die 300er und 700er Serien werden vor allem zur Grünlandpflege eingesetzt und haben damit während des Erntezeitraums Kapazitäten frei, die so sinnvoll genutzt werden.

Ein Urlaubsdomizil schaffen

Die Halbinsel Fischland- Darß-Zingst besteht jedoch nicht nur aus Grün- und Schilfflächen. Born, zu dem das Gut Darß gehört, ist ein kleines Dorf an der Darßer Südküste und befindet sich zwischen Saaler und Bodstedter Bodden am Koppelstrom. Seit dem 20. Jahrhundert boomt hier der Tourismus. Die Umgebung aus Tradition und Neuzeit macht das frühere Fischerdorf so beliebt bei Urlaubern und lädt seine Gäste zum Bummeln durch die Straßen und zu Radtouren durch die reizvolle Landschaft ein. Vorbei an Ackerflächen mit Getreide und Raps. Knapp 400 ha davon werden vom Gutsbetrieb bewirtschaftet. Winterweizen, Wintergerste und Winterraps gehören zur Fruchtfolge.

Beim Ackerbau kommen mit Auto-Teach-In, AutoContour und VarioGuide nun auch einige Software-Bausteine der ProfiPlus Ausstattung der Vario-Schlepper zum Einsatz. In diesem Sommer gab es einen Neuzugang, den schwarzen Fendt IDEAL Mähdrescher. „Mit dem IDEAL haben wir nun endlich eine Maschine für die Getreideernte gefunden, die mit kompromissloser Qualität und bedingungsloser Zuverlässigkeit die kurzen Erntefenster einhält“, erklärt Steven Bergner den neuen Großmähdrescher. Nils Rohde, ein benachbarter Betriebsleiter mit knapp 250 ha Druschfläche, war ebenfalls von der Technik überzeugt. So kam es zu der Kooperation, die nun dafür sorgt, dass der Fendt IDEAL 8 mit knapp 650 ha jährlicher Druschfläche ausgelastet ist. Ab Mitte Juli sitzt Nils Rohde auf dem Hochleistungsmähdrescher und bringt die Ernte ein. Bevor das Jahr auf dem Betrieb im hohen Norden Deutschlands dem Ende entgegengeht, übernehmen die Großtraktoren der Serie 900 nochmals das Ruder. Stoppelbearbeitung und Aussaat ist deren Metier und muss vor dem Einsetzen von Herbstregen und -stürmen abgeschlossen sein.

Über 4000 ha Land müssen bewirtschaftet werden. Das erfordert eine detaillierte Planung, für die Steven Bergner, Abteilungsleiter Pflanzenbau, zuständig ist.
Ab Mitte Juli verlagert Nils Rohde seinen Arbeitsplatz in die Kabine des IDEAL 8. Erst nach Abschluss der Ernte kümmert er sich wieder um seinen Ackerbaubetrieb.

Hauptaufgabe in den Wintermonaten ist die Versorgung des Tierbestands. Die kleinen 300er Varios bringen die Kälber über die kalte Jahreszeit hinweg zu den Stallanlagen und werden für Fütterungsarbeiten eingesetzt. Die „großen Dieselrösser“ wandern in ihren Stall, in diesem Fall in die Werkstatt, erhalten einen Service und werden für die nächste Saison vorbereitet. Rund 1.700 Betriebsstunden leistet jeder einzelne Schlepper pro Jahr. Ganz klar, dass damit Ausfallzeiten während der Saison kaum zu kompensieren sind. „Dass wir so gut durch die Saison mit dem eng gesteckten Zeitrahmen kommen, liegt daran, dass jeder Mitarbeiter ‚seinen‘ Schlepper hat, für den er verantwortlich ist“, lobt Steven Bergner seine Mannschaft. Spätestens nach drei Jahren werden die Schlepper ausgetauscht und die Mitarbeiter erhalten einen neuen Arbeitsplatz, der dem aktuellen Stand der Technik entspricht.

Jetzt ist es an der Zeit, sich zurückzulehnen und die Schönheiten einer ganz besonderen Natur zu genießen. In der rustikalen Gutsküche probieren wir die hofeigenen Bio-Produkte, die über das Jahr hinweg erzeugt wurden. Die Logistikkette funktioniert – in der Gastronomie, bei der Vermarktung der Fleischerzeugnisse und in der Landwirtschaft.