360-icon download left-arrow left-doublearrow nav-dot pdf-icon rss-icon search-icon spot-icon subnavi-icon close-icon info-icon

Ich bin froh, dass Fendt uns ein offenes System bietet, mit dem wir die Daten über den agrirouter in eine Ackerschlagkartei einarbeiten und somit dem Kunden noch mehr Service bieten können.

Jörg Henke, LU Henke, Wagenfeld-Ströhen - Katana 650, Katana 85

Ich bin froh, dass Fendt uns ein offenes System bietet, mit dem wir die Daten über den agrirouter in eine Ackerschlagkartei einarbeiten und somit dem Kunden noch mehr Service bieten können.

Kämpfernatur in Fendt Grün

Katana bedeutet, aus dem japanischen übersetzt, Langschwert, obwohl die Klingenform der Waffe mehr einem Säbel ähnelt. Während das Katana meist zweihändig geführt wird, ist der durchschnittliche Säbel als Einhandwaffe konzipiert. Der Fendt Katana 650 aus Hohenmölsen, Sachsen-Anhalt lässt sich dank der Ingenieurskunst im Mais nahezu ohne Eingriff fahren. Lohnunternehmer Jörg Henke setzt auf den Entwicklungsfortschritt der Häckslertechnik.

„Chef hast du dir das auch gut überlegt?“ Mit diesen Worten kommentierte ein Teil der Mannschaft die Entscheidung von Jörg Henke. Was war passiert? Der Lohnunternehmer hat sich zur Maissaison 2020 den neuen Fendt Katana 650 bestellt ­- ganz bewusst und nach reiflicher Überlegung. Fünf Jahre nachdem erstmals mit dem Katana 85 ein Fendt Häcksler in die Familie der Erntetechnik des Lohnunternehmens in Wagenfeld-Ströhen (Landkreis Diepholz) eingezogen war, sollte das Nachfolgemodell eine neue Chance im Wettbewerb der Unternehmensflotte mit insgesamt 11 Häckslern erhalten.

Bestmöglich ausgestattet

Für den Wettbewerb auf dem Maisfeld wurde der Fendt Katana 650 bestmöglich ausgestattet: RS-Walzencracker mit V-Spiralnut, Stalkbuster-Mähvorsatz und NIR-Sensor. Dazu setzt Henke auf die technische Weiterentwicklung gegenüber dem Vorgängermodell: neuer Gutfluss Fendt CropFlow 2.0, innovative Messerschleifeinrichtung, das intelligente Allradsystem Fendt BalancedGrip und zusätzliche Elektronik-Features. Das entsprechende Werkzeug zur Hand musste der Häcksler seinem Stammfahrer Patrick Kölpin zeigen, was er zu leisten im Stande ist.


Die vergangenen Jahre waren geprägt von immer wieder neuen Anforderungen an die Maisernte. Biogasanlagenbetreiber fordern Häckselgutlängen von 6 bis 12 mm, Milchviehbetriebe setzen auf 12 bis 18 mm oder einen Langschnitt von 25 und mehr mm. Die Grundvoraussetzung muss bei allen Häcksellängen erfüllt werden: die optimale Häckselqualität. Das heißt zerkleinerte Körner und strukturiertes, aufgefasertes Häckselgut. Doch die Basis reicht dem Dienstleister nicht aus, er fordert mehr vom Fendt Katana 650. Der Feldhäcksler muss für das Datenmanagement zusätzliche Voraussetzungen erfüllen: Ertragsmessung, Trockensubstanz- und Inhaltsstoffmessung. „Das kann der Katana zuverlässig bieten“, bestätigt Henke.

Quetschen & Reiben – Längs und Quer

Der neu gestaltete Gutfluss führt im ersten Schritt die geschnittene Pflanze durch den Einzug mit sechs Vorpresswalzen hin zur Häckseltrommel und dann weiter zum Cracker. Um alle Kunden bedienen zu können, setzt Jörg Henke beim Katana 650 auf den RS-Cracker mit V-Spiralnut. Dank Sägezahnprofil wird das Erntegut zwischen den vergrößerten Kontaktflächen gequetscht und zerrieben, sodass sowohl Korn als auch Pflanze entsprechend der Maschineneinstellung in Längs- und Querrichtung zerfasert wird. Einen wichtigen Beitrag leistet hier außerdem die Drehzahldifferenz von bis zu 40 Prozent. Für Henke eine klare Verbesserung gegenüber dem alten Scheibencracker, der deutlich mehr Leistung und damit auch Kraftstoff gefordert hat.

Bewusst verlangt der Unternehmer von seinen Fahrern eine Probe zu häckseln. Gemeinsam mit dem Kunden muss das Häckselergebnis besprochen werden, denn nur auf dem Acker lassen sich Korrekturen vornehmen, so lange bis der Körneraufschluss für alle zufriedenstellend ist. „Bei der Häckselqualität setzen wir auf eine optische Nachkontrolle“, erläutert der Niedersachse sein Qualitätsversprechen gegenüber seinen Kunden. Der scharfe Blick auf das Ergebnis der Messerschleifeinrichtung und die Einstellung der Gegenschneide sind weitere Anforderungen an die Fahrer.

Stalkbuster kommt gut an

Besonders gut kommt bei den Kunden der 8-reihige Stalkbuster-Maisvorsatz an, der den Kampf gegen den Maiszünsler direkt an der Pflanze selbst aufnimmt. „Mit dem Vorsatz werden alle Stoppeln zerstört – ohne Ausnahme“, erklärt der Lohnunternehmer die Technik zur Maiszünslerbekämpfung. Die Maisstoppeln werden direkt während der Ernte zerschlagen, direkt nach dem Schnitt der Maispflanze, noch bevor Häcksler oder Abfuhrgespann die Stoppeln niederfahren und in den Boden drücken können. Die Kunden honorieren die Zusatzleistung mit einem Mehrpreis ohne Diskussion, da sie sich hiermit einen Arbeitsgang einsparen. „Der Katana 650 kommt mit dem Stalkbuster-Maisvorsatz auf über 200 t/Stunde“, erklärt Fahrer Patrik Kölpin. Er räumt aber ein, dass er lieber einen größeren Vorsatz hätte, um mit einer angestrebten Geschwindigkeit von 5 bis 7 km/h den Mais zu ernten: „In normal entwickelten Beständen bin ich aktuell mit 8 bis 10 km/h unterwegs. Die Geschwindigkeit fordert von allen Fahrern ein hohes Maß an Konzentration.“

Aus den gesammelten Erfahrungen ergeben sich zwei weitere Verbesserungsvorschläge des ambitionierten Niedersachsen an die Konstrukteure in Marktoberdorf, um den Arbeitskomfort des Fahrers zu verbessern. Eine größere und besser ausgestattete Kabine, wie die des Fendt IDEAL Mähdreschers, ist für Henke ein Muss bei kommenden Modellen. Zudem wünscht er sich, in Zukunft einen leistungsstärkeren Motor als Option angeboten zu bekommen. „Mit mindestens 900 PS von einem Motor könnten wir beispielsweise mit einem größeren Maisvorsatz die Ernte einfahren“, erklärt Jörg Henke seine Ideen, über die bei Fendt schon nachgedacht wird.

Service gegenüber dem Kunden

All die Anforderungen an die Technik stellt Jörg Henke, weil er den Service gegenüber seinen Kunden stets im Blick hat und weiterentwickelt – in der Vergangenheit, jetzt und auch in Zukunft. Das Lohnunternehmen wurde 1970, vor genau 50 Jahren, von seinen Eltern mit einem Fokus auf Ernte- und Futterbautechnik gegründet. Das Angebot wurde stets erweitert: Bodenbearbeitung, Erdarbeiten, Düngung, Pflanzenschutz und vieles mehr zählen mittlerweile zum Dienstleistungsspektrum. „Hardware allein ist heute jedoch nicht mehr ausreichend“, gibt Henke zu bedenken. Um das weite Themenfeld Datenmanagement kümmert sich Tochter Alina Henke im Familienunternehmen. Um Precision Farming als Dienstleistung anbieten zu können, müssen viele Anforderungen erfüllt werden.

So werden die vom Katana 650 gelieferten Daten im Büro direkt in den Ackerschlagkarteien der Kunden verarbeitet. Das Dokumentationssystem VarioDoc Pro, das auch zur Ausstattung der Fendt Traktoren gehört, liefert online wichtige Ernte-Informationen. „Ich bin froh, dass Fendt uns ein offenes System bietet, mit dem wir die Daten über den agrirouter in eine Ackerschlagkartei einarbeiten und somit dem Kunden noch mehr Service bieten können“, erklärt Alina Henke den Vorteil des Datenhandlings. Für sie ist es entscheidend, dass sie in ihrer täglichen Arbeit, die Daten aller Hersteller in einem Softwareprogramm verarbeiten kann. Damit ist das Lohnunternehmen für die Zukunft bestens gewappnet.