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Die Anbauflächen nehmen zu und damit auch die Arbeit. Fendt hilft uns dabei.

Damiano und Paolo Cazzola , landwirtschaftliche Unternehmer, Salizzole, Italien - Katana 65/85; 30 Fendt Traktoren

Die Anbauflächen nehmen zu und damit auch die Arbeit. Fendt hilft uns dabei.

Italienische Familienbande

Ob heißer Espresso oder milchschäumender Cappuccino – ein Koffeingetränk nach dem anderen wird aus der Kaffeemaschine rausgelassen. Es ist fünf Uhr morgens und über 30 Männer versammeln sich mit einem Kaffee in der Hand auf dem Hof des italienischen Agrarbetriebes „Agricola Cazzola“.

33 fest angestellte Mitarbeiter und rund 30 Saisonarbeiter arbeiten für den Betrieb Cazzola in einem Umkreis von 50 – 60 km.

Es ist Mitte August und Erntezeit in Salizzole, einer italienischen Gemeinde, etwa 20 Kilometer südöstlich von Verona. Vor allem Mais wird jetzt 20 Stunden am Tag gehäckselt und abtransportiert. Die langen Arbeitstage beginnen jeden Morgen mit einer Einweisung durch Betriebsleiter Paolo Cazzola an die Mitarbeiter der ersten Schicht. Dabei geht der Chef herzlich, aber auch bestimmt mit seinen Arbeitern um. Paola Cazzola ist nicht nur der Boss, sondern auch das Herz des Unternehmens. Er ist auch der Erste, der zu den Feldern fährt und entscheidet, ob und wo heute gehäckselt wird. Der 31-jährige arbeitet schon seit 14 Jahren auf dem Betrieb, der ursprünglich von seinem Vater und Onkel gegründet wurde. Er ist verantwortlich für die Bewirtschaftung des eigenen 1.200 ha Betriebs sowie für 4.000 Hektar, die in Lohnarbeit bearbeitet werden.

Paolo Cazzola leitet den Agrarbetrieb inkl. Maschinenpark, Werkstatt und Lohngeschäft.

„Mein Vater und mein Onkel haben vor 20 Jahren mit rund 70 Hektar Land und 80 Kühen angefangen“, erzählt der junge Betriebsleiter. „Die Beiden haben unseren Betrieb über die Jahre ausgebaut. Als ich und mein Cousin Damiano aktiv ins Geschäft eingestiegen sind, haben wir 2007 unsere erste Biogasanlage gebaut.“ Heute hat der Betrieb Cazzola neben den Agrarflächen noch 500 Kühe sowie drei Biogasanlagen. Paolo kümmert sich um die eigenen landwirtschaftlichen Flächen, das Lohngeschäft, den Maschinenpark und die Werkstatt. Sein Cousin Damiano Cazzola verantwortet den Milchviehbereich, die Viehaufzucht sowie die Biogasanlagen.

Maisernte und Milchvieh

Die Hauptanbaupflanze in der Region Salizzole ist Mais. Cazzolas selbst bauen jährlich rund 600 Hektar ihrer Flächen mit dieser Nutzpflanze an, die zum einen für Biogas, zum anderen als Futtermittel für die Kühe genutzt wird. „Die Ergebnisse, die wir auf dem Feld erzielen sind entscheidend für die optimale Umwandlung in unsere Endprodukte“, beschreibt Damiano Cazzola die Arbeit von Cousin Paolo und seinen Mitarbeitern. „Das heißt: Je gesünder die Pflanze ist, umso höher ist die Milchqualität unserer Kühe oder umso höher ist die Energieproduktion“.

2016 war ein sehr gutes Jahr für den Mais, meint Paolo. Täglich ist er mehrere Stunden am Tag in seinem weißen Pickup auf den Feldern unterwegs, um die Arbeit zu kontrollieren und zu koordinieren. Nachmittags um zwei hat die erste Schicht Feierabend und die zweite Gruppe beginnt bis Mitternacht zu arbeiten. „In dieser Hochdruckzeit haben wir sogar nachts ein Team von Mechanikern für die Wartung und Reparatur der Maschinen“ beschreibt Familienvater Paolo die durchgeplanten Abläufe.

Damiano Cazzola verantwortet auch die drei Biogasanlagen: zwei mit einer Leistung bis zu 1 Megawatt und eine mit 60 Kilowatt.
Zu Höchstzeiten liefern Damiano Cazzolas Kühe bis zu 100 Zentner Milch täglich.

»Durchschnittlich arbeitet jede Maschine bei uns 2.000 Betriebsstunden pro Jahr.«

Weil er sich kaum Ausfallzeiten leisten kann, setzt das Unternehmen Cazzola auf Fendt. Vier Häcksler, darunter ein Katana 65 und ein Katana 85 sowie über 30 Fendt Traktoren übernehmen verschiedene Arbeiten. „Die Großtraktoren verwenden wir für die schwereren Arbeiten, von der tiefen Bodenbearbeitung bis hin zur Einlagerung der Silage in die Fahrsilos“, beschreibt Paolo den Einsatz der Fendt Schlepper. „Die mittelgroßen Traktoren nutzen wir vor allem für Transporte mit Anhänger oder Fass oder für die mitteltiefe Bodenbearbeitung, wie Grubbern, Eggen und Bodenlockerung. Die kleineren Traktoren setzen wir für die Heuernte und die Aussaat ein. Durchschnittlich arbeitet jede Maschine bei uns 2.000 Betriebsstunden pro Jahr. Wir haben aber auch mehrere, die schon über 20.000 Stunden drauf haben.“

Dabei sind sie damals auf die Marke Fendt nur durch Zufall gestoßen. „Im August 2003 brauchten wir dringend einen Traktor, weil unser bisheriger Schlepper bei der Feldarbeit liegen geblieben war. Der einzige, der schnell geliefert werden konnte, war ein Fendt 712 Vario. Wir haben ihn ausprobiert und schnell festgestellt, dass wir eine erstklassige Maschine haben. Zuerst kauften wir etwa einen pro Jahr, dann immer mehr, bis wir 30-34 Maschinen hatten.“ Der erste 712 Vario arbeitet immer noch auf dem Hof. „Er hat mittlerweile über 22.000 Betriebsstunden und wir wollen ihn als eine Art Sammlerstück behalten“, sagt Paolo lachend.

Das nächste Saatkorn ist schon gelegt

Es ist mittlerweile Abend geworden und Paolo Cazzola ist immer noch unterwegs. Eine kurze Siesta und ein doppelter Espresso machen den jungen Unternehmer wieder fit. Schließlich will er begutachten, was seine Mitarbeiter heute geschafft haben und welche Felder von der Frühschicht bearbeitet werden können. „Wir expandieren zurzeit stark. Unser Betrieb steigert jährlich seinen Umsatz und sein Geschäftsvolumen. Die Anbauflächen nehmen zu und damit auch die Arbeit. Fendt hilft uns dabei. Zugegeben, wenn man die Preise vergleicht, kosten Fendt Traktoren mehr. Aber auf lange Zeit zahlt sich die beachtliche Investition aus. Wir haben keine großen Ausfälle und eine hervorragende Beziehung zu unserem Fendt Händler Agri-Verde s.r.l. aus Verona.“ Paolo Cazzola ist damals ganz selbstverständlich in den elterlichen Betrieb hineingewachsen. Heute trägt er mit Cousin Damiano die Verantwortung für das Unternehmen Cazzola, die Mitarbeiter und auch die Kunden. Paolos kleiner Sohn sitzt auch schon mit Papa im Pickup und fährt über die Felder. Das Saatkorn für die nächste Generation des Familienunternehmens Cazzola ist also schon gepflanzt.