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Rudolf und Daniel Bolliger stehen vor einem Fendt 724 Vario.

Wir setzen auf unserem Betrieb schon seit gut 17 Jahren Fendt Traktoren ein und haben immer gute Erfahrungen gemacht.

Rudolf und Daniel Bolliger, LU Bolliger Agrar Dienste, Schmiedrued - 211 Vario, 412 Vario, 516 Vario, 724 Vario, 926 Vario

Wir setzen auf unserem Betrieb schon seit gut 17 Jahren Fendt Traktoren ein und haben immer gute Erfahrungen gemacht.

Spezialist für Gülleverschlauchung.

Die Gülleverschlauchung ist bodenschonend und kann dann eingesetzt werden, wenn der Boden für Güllefässer noch nicht genug abgetrocknet ist. Weit verbreitet ist dieses Verfahren in der Schweiz. Das Lohnunternehmen Bolliger Agrar Dienste hat sich auf das Verfahren spezialisiert.


Die Güllerei läuft wieder auf Hochtouren. Das ist auch beim Lohnunternehmen Bolliger Agrar Dienste in Schmiedrued im Schweizer Kanton Aargau jetzt im Frühling nicht anders. „Derzeit sind wir von früh morgens bis spät am Abend am Güllen“, sagt Daniel Bolliger bei unserem Besuch Anfang März. Das Güllen ist eines der Hauptstandbeine des Lohnbetriebs, der auf 700 Meter über dem Meeresspiegel in der voralpinen Hügelzone liegt. Daniel und sein Vater Rudolf setzen beim Güllen komplett auf die Verschlauchung. „Darauf haben wir uns in den letzten Jahren spezialisiert“, sagt der 37-jährige Daniel.

Gründe dafür seien, dass dieses Verfahren aufgrund der Bodenschonung eine hohe Akzeptanz bei den Bauern habe. Kein Landwirt wolle tiefe Fahrspuren und Schäden am Boden. Zudem sei man mit der Verschlauchung auch etwas flexibler und man habe ein größeres Zeitfenster als mit dem Güllefass. „Mit dem Fass kann man nur in die Felder, wenn der Boden schon abgetrocknet ist, mit der Verschlauchung ist das schon eher möglich“, so Bolliger. Gerade jetzt im Frühling sei das ein großer Vorteil. „Mit der immer größer werdenden Güllemenge, die von uns geführt wird, müssen wir auch mehr Tage zum Ausbringen haben.“ Ein weiterer Vorteil sei, dass die Verschlauchung gut in Hanglagen eingesetzt werden könne, während das Güllefass in den Hängen schnell an seine Einsatzgrenzen käme. Gerade die Region, in der Bolligers tätig sind, ist hügelig. Die Wiesen und Weiden ihrer Kunden liegen weitgehend in Steillagen.

Der Fendt 412 Vario mit 15 Meter Schleppschlauchverteiler beim Güllen eines Gerstenfeldes.
Der Fendt 412 Vario mit 15 Meter Schleppschlauchverteiler beim Güllen eines Gerstenfeldes.

Die richtige Ausstattung macht den Unterschied

Die Schlagkraft des Lohnbetriebs ist beeindruckend: Zum Gülle-Maschinenpark gehören drei Schlauchhaspeln mit je nach Modell 1000 oder 1600 Meter Schlauchkapazität. Dazu kommen zwei Schleppschlauchverteiler mit 12 bis 15 Meter Arbeitsbreite und Hangausgleich sowie ein Güllewerfer speziell für Einsätze in steilen Hängen und Weiden. „Den Güllewerfer setzen wir überall dort ein, wo wir mit den Schleppschlauchverteilern nicht hinkommen, insbesondere in steilem Gelände“, erklärt Daniel Bolliger. Angeboten werden die Verschlauchung ab Hof mit Zentrifugalpumpe oder ab Feldrand. „Dank Durchflussmessgeräten auf den Verteilern können wir die Güllemenge, das heißt, die Nährstoffe genau auf die ganze Fläche verteilen.“ Für den Transport an die Feldränder stehen drei 26-Kubik Fässer und zwei 28-Kubik-Lkw-Sattelauflieger zur Verfügung.


Die Schläuche werden nach dem Einsatz im Feld mit extra mitgeführten Kompressoren sorgfältig ausgeblasen. Es dürfe auf keinen Fall Gülle auf die Straße laufen, so Daniel Bolliger. Güllepfützen in der Nähe von Wohnquartieren müssten vermieden werden. Das werde von der Bevölkerung nicht toleriert und sei schlecht für das Image der Landwirtschaft.

Vermittler von Gülle

Neben Landwirtschaftsbetrieben zählen auch Betreiber von Biogasanlagen zu ihren Kunden. Rund 100.000 Kubikmeter Gülle schlägt das Lohnunternehmen pro Jahr um. „Gülle ist bei uns das ganze Jahr ein Thema. Neben dem Ausbringen können wir auch Gülle in gemieteten Silos zwischenlagern. Das ist im Winter wichtig, wenn die Landwirte zu wenig Platz haben. Dazu rechnen wir die Nährstoffbilanzen von über 100 Bauern“, erklärt Daniel Bolliger. „Wir sind auch Vermittler von Gülle, das heißt, wir wissen, wer zu viel Gülle hat und wer zu wenig.“ In Zukunft wolle man prüfen, ob auf ihrem Betrieb auch der Einsatz von Schleppschuh- oder Schlitzgeräten eine Alternative zum Schleppschlauch sein könnten. Ein Projekt dafür stehe schon in der Werkstatt.

Von 110 bis 260 PS

Natürlich benötigt die Maschinerie einen starken Traktoren-Fuhrpark. Insgesamt kommen auf dem Lohnbetrieb Bolliger sechs eigene Fendt Traktoren aus vier Baureihen von 110 bis 240 PS zum Einsatz. Im Einzelnen sind das ein 211 Vario, ein 412 Vario, ein 516 Vario und drei 724 Vario. Zur Flotte gehört mit dem 260 PS-starken 926er Vario zusätzlich ein Miettraktor. „Am Schleppschlauch und am Güllewerfer setzen wir den 412 Vario und den 516 Vario ein, jeweils mit Doppelrädern für den guten Halt in Hanglagen und zur Bodenschonung. Die Transportfässer werden mit den 724 Vario gezogen.“

Außer den Modellen mit Doppelrädern seien alle Traktoren mit Reifenregeldruckanlagen ausgerüstet, zudem verfügen sie über GPS und ein Spurführsystem. „Wichtig für uns ist, dass alle Traktoren von der gleichen Marke sind.“ Das sei insgesamt einfacher für die Mitarbeiter. Jeder wisse beispielsweise, welchen Hydraulikschlauch er wo anschließen müsse. Da gebe es keine Verwechslungsgefahr. Auch für die Arbeit in der Werkstatt, wo mehr oder weniger alles selber repariert und konstruiert wird, hat das Vorteile.

Mit dem Fendt 724 Vario und dem 26-Kubik-Zubringerfass wird die Gülle an die Feldränder transportiert.
Mit dem Fendt 724 Vario und dem 26-Kubik-Zubringerfass wird die Gülle an die Feldränder transportiert.

Regelmäßiger Eintausch

Die Traktoren absolvieren auf dem Betrieb zwischen 800 und 1200 Stunden jährlich. „Unsere Strategie ist es, diese nach fünf bis sechs Jahren Einsatz gegen ein neues Modell einzutauschen“, erklärt Daniel Bolliger. Damit hätten sie die Garantie und die neueste Technik. Das neueste Modell auf dem Betrieb ist ein wenige Wochen alter 724 Vario mit dem neuen FendtONE-Bediensystem. „Wir setzen auf unserem Betrieb schon seit gut 17 Jahren Fendt Traktoren ein und haben immer gute Erfahrungen gemacht“, sagt Bolliger. So auch beim Güllen.


Gerade wenn sie in den Hängen eingesetzt werden, seien die Traktoren laufruhig, kraftschlüssig und der Fahrer habe dank des Variogetriebes immer die optimale Geschwindigkeit. „An den großen Fendt Traktoren schätzen wir die automatische Anhänger-Lenkachssperrung. Beim Einsatz mit den Transportfässern bietet diese Lenkachssperrung in den Hügeln eine zusätzliche Sicherheit und ein sauberes Fahrverhalten. Die Transportfässer fahren damit fast wie auf Schienen."

Blick in die Zukunft

Daniel Bolliger blickt optimistisch in die Zukunft. „Natürlich ist es heutzutage nicht immer einfach.“ Er stelle fest, dass viele Leute gar nicht wüssten, was ein Lohnunternehmer mache. Da brauche es viel Überzeugungskraft und Geduld bei Diskussionen. Er habe schon Mühe damit, wenn Landwirte und Lohnunternehmer für alles verantwortlich gemacht würden.

Zudem stehen in der Schweiz in diesem Sommer mit der Trinkwasser- und Pestizid-Initiative zwei Abstimmungen an, die die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft massiv beeinflussen können. Doch Daniel Bolliger ist überzeugt, dass es immer weitergeht. Ein richtungsweisender Schritt steht dieses Jahr noch an – die Übernahme des Landwirtschafts- und Lohnbetriebs von seinem Vater Ruedi.

Rudolf und Daniel Bolliger stehen vor einem Fendt 724 Vario.
v.l.: Rudolf und sein Sohn Daniel Bolliger von Bolliger Agrar Dienste aus Schmiedrued

Betriebsspiegel

Die Firma

Bolliger Agrar Dienste umfasst eine Lagerhalle in der Gewerbezone von Schmiedrued und einen 15-Hektar-Landwirtschaftsbetrieb außerhalb des Dorfes. Daniel Bolliger wird das Lohnunternehmen in diesem Jahr von seinem Vater Rudolf übernehmen. Rudolf, oder Ruedi wie man in der Schweiz sagt, wird in diesem Jahr 65. Der umtriebige Landwirt, der auch nach seiner Pensionierung tatkräftig weiterhelfen wird, hat vor 30 Jahren mit Lohnarbeiten angefangen. Zuerst mit dem Säen von Mais und Zuckerrüben. Die Arbeiten für Dritte nahmen im Laufe der Jahre immer mehr zu. Heute beschäftigen Bolligers sechs festangestellte Mitarbeiter und während der Saison zusätzlich bis zu vier Aushilfen.

Im Büro schauen Ruedi, seine Frau Ruth und Daniel und nach dem Rechten.


Ort

in Schmiedrued im Kanton Aargau, Schweiz


Angebotene Dienstleistungen:

• Ackerbauarbeiten vom Pflügen bis zum Säen

• Quaderballenpressen

• Mähdreschen mit zwei Laverda-Hangmähdreschern

• Pflanzenschutz

• Kommunal- und Baggerarbeiten