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Nadine Lieker vor ihrem Fendt Vario mit dem Fendt Tigo XR 100.

„Ich setze auf neue Maschinen. So kann ich die Gebrauchtmaschinen gut verkaufen und habe im Optimalfall keine Standzeiten für Reparaturen während der Erntezeit.“

Nadine Lieker Lohnunternehmen, Trebel Niedersachsen - 724 Vario, 820 Vario, 939 Vario

„Ich setze auf neue Maschinen. So kann ich die Gebrauchtmaschinen gut verkaufen und habe im Optimalfall keine Standzeiten für Reparaturen während der Erntezeit.“

KINDHEITSTRAUM ERFÜLLT

Viele Mädchen träumen in ihrer Kindheit von einem eigenen Pferd. Wer Lohnunternehmerin Nadine Lieker kennt, weiß, dass dieses Klischee bei ihr nur im übertragenen Sinn zutrifft. Sie liebt Rösser, genauer gesagt PS-starke Dieselrösser. Diese Liebe geht sogar tief unter die Haut.

Fendt Vario und Fendt Tigo XR 100 auf dem Feld.

"Ich war als Kind unheimlich stolz darauf, dass ich Feldarbeiten alleine durchführen durfte."

Wir drehen die Uhr 28 Jahre zurück. Anstatt sich mit ihren Klassenkameradinnen nach der Schule zum Spielen zu treffen, feuert die 8-jährige Nadine Lieker ihre Schultasche in die Ecke und marschiert zielgerichtet auf Nachbars Hof. Eine Szene, wie sie sich auf vielen Betrieben auch heute noch abspielt. Sind die Kinder doch meist die besseren Schlepperfahrer als die Senioren. So auch in diesem Fall. Der befreundete Landwirt erkennt früh das Potenzial und lässt Nadine Lieker schon mit 10 Jahren die Feldarbeiten allein durchführen. Pflügen, grubbern, mähen alles kein Problem für die Technikbegeisterte. Wenn’s sein muss, steht sie zusätzlich im Stall. Die Begeisterung für die Technik bleibt und wächst sogar noch im Laufe der Jahre, sodass der Berufswunsch schon früh feststeht: Landwirtin. Ein Schock für die Eltern, die ihr den Traum verbieten wollen. Doch die Powerfrau setzt sich durch. Sie absolviert die Ausbildung und finanziert sich die anschließende Fachschule über einen Nebenjob bei einem Lohnunternehmer. Dort hat sie schon vorher ausgeholfen auch zu Zeiten, als sie noch keinen Führerschein hatte. Wie das auf dem Dorf eben üblich ist.

Die Powerfrau hat sich durchgesetzt

Das Ladewagengespann ist ihr Favorit. Hier hat sie die Hoheit über Schlepper und Futtererntetechnik. Lange Arbeitstage verbringt Nadine Lieker während der heißen Phase der Grünlandernte auf „ihrem“ Gespann. Sie pflegt es, und sie hegt es, als wäre es ihr eigenes. Und dann kommt zum Ende der Maisernte 2010 der Tag, der ihr Leben verändert. Ihr Chef teilt ihr mit, dass ein Kollege mit ihrem Gespann losfahren und sie eine andere Aufgabe erledigen soll.

Wie in Trance packt sie ihre Tasche, geht nach Hause und durchstöbert das Internet. Auf einem der Gebrauchtmaschinenportale wird die Powerfrau fündig: Sie entdeckt ein schwarzes Dieselross. € 78.000 für einen 820er Vario will der Anbieter ha­ben. Sie finanziert ihr erstes eigenes Dieselross zur Hälfte aus dem Geld, das sie seit ihrem 8. Lebensjahr angespart hat, zur anderen Hälfte über einen Kredit. Ein erster Schritt in Richtung eines eigenen Lohnunternehmens, das ein Jahr später, im Jahr 2011, gegründet wird. In ihrem Einstiegsjahr führt sie immer wieder kleine Aufträge in Eigenregie aus, die jedoch noch nicht ganz für die Selbstständigkeit ausreichen. Parallel ist sie als Angestellte bei einem Lohnunternehmer tätig.

Persönlich entwickelt sich Nadine Lieker in dieser Zeit weiter. Ihre Werte kommen bei den Kunden gut an: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und 100 %-ige Arbeit. Das spricht sich unter den Landwirten herum, die Aufträge kommen zuverlässig und nehmen an Umfang zu, sodass sie nach nur einem Jahr ihr eigener Chef wird und ihr Unternehmen ausbaut. Ihre Ziele kann sie heute mit dem einem stattlichen Fuhrpark, vier festangestellten Mitarbeitern und drei Saisonaushilfen umsetzen. Im Stall stehen mittler - weile fünf eigene Traktoren und ein Mietschlepper – alle aus Marktoberdorf. Vom Fendt 724 Vario bis zum Fendt 939 Vario, von Nature Green über Tannengrün bis hin zu RAL 9005 - den „Black Beauties“ – kaum einer älter als 3 Jahre. Das sei ein Spleen von ihr, gibt sie offen zu: „Ich setze auf neue Maschinen. So kann ich die Gebrauchtmaschinen gut verkaufen und habe im Optimalfall keine Standzeiten für Reparaturen während der Erntezeit.“ In ihrem Lohnunternehmen war schon nahezu jede Baureihe für eine mehr oder weniger lange Zeitspanne im Einsatz.

Kunde von Nadine Lieker vor dem Fendt Vario mit dem Fendt Tigo XR 100.

Ihre Werte kommen bei den Kunden gut an: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und 100% -ige Arbeit

In Trebel, ihrer Heimat im nordöstlichen Niedersachsen, spezialisiert sich Nadine Lieker auf die Futterernte. Als sie erfährt, dass Fendt in die Futtererntetechnik einsteigt, ist ihr schnell klar, dass sie einen ihrer Tridemwagen durch einen Tigo ersetzen will. Es dauerte nicht lange bis das Telefon beim Werksbeauftragten klingelt. Ihr gefallen die Eigenschaften des Ladeund Transportwagens: wenig Sensoren, einfache Technik und Transport von viel Masse. Sie will einen Kombiwagen Tigo XR, am besten den ersten Tigo in Fendt Farben, denn ihre Wunschfarbe „schwarz“ ist nicht möglich. Und was sich die heute 36- jährige Unternehmerin in den Kopf setzt wird auch realisiert. Im Frühjahr 2018 wird der erste von Fendt verkaufte Tigo XR 100 mit 54 m³ Volumen ins Wendland geliefert. Der Kombiwagen überzeugt den Fendt Fan. Nach der Saison 2018 soll ein weiterer Lade- und Transportwagen ersetzt werden. Damit sie nicht zwei Hänger mit unter - schiedlicher Ausstattung hat, tauscht sie den ersten Tigo ein und es rollen zur Saison 2019 zwei neue Tigo XR 100 mit Vollausstattung auf den Hof. Werden die Wagen als Transportfahrzeuge eingesetzt, punkten sie mit viel Volumen. Die schwenkbare Stirnwand, die eine schnelle und vor allem restlose Entleerung ermöglicht, stellt ein weiteres Plus dar. Ist der Tigo als Ladewagen unterwegs, überzeugt er zusätzlich mit hydraulisch angetriebener Pick-Up, kurzem Abstand zwischen Pick-Up und Schneidrotor, elektrischer Zwangslenkung und Ladeautomatik mit stufenlos einstellbarem Vorpressdruck.

Fendt Vario und Fendt Tigo XR 100 beim Abladen.
Fendt Vario und Fendt Tigo XR 100 auf dem Feld.
Fendt Vario mit dem Fendt Former beim Schwaden.
Nadine Lieker in der Fahrerkabine des Fendt 724 Vario.
Nadine lässt es sich nicht nehmen, selbst hinter dem Lenkrad eines der Fendt Vario-Gespanne zu sitzen.

Der Kombiwagen überzeugt den Fendt Fan

„Mit dem 939er den Tigo zu fahren ist keine Kunst. Will man jedoch aus dem 724er die Maximalleistung herauskitzeln, sollte man auf TIM vertrauen“, so die ambitionierte Fahrerin über das neue Feature. In diesem Fall gibt sie gerne die Zügel aus der Hand. TIM (Tractor Implement Management) steuert angepasst an die Pick-Up Auslastung die Geschwindigkeit des Fendt 724 Vario. Je nach Schwadstärke liefert ein Sensor hierzu permanent Rückschluss über das an der Pick-Up anliegende Drehmoment. So wird die Leistung des Traktors optimal abgerufen und die Fahrerin entlastet.

Der Fendt Tigo XR 100 beim Abladen.

Es bleibt mehr Zeit, sich auf den Ladevorgang zu konzentrieren, die nächsten Aufträge anzunehmen oder sich Gedanken über den nächsten Schleppertausch zu machen. Und hier steht für Nadine Lieker eines fest: Es wird auf jeden Fall wieder ein Allgäuer Dieselross. Denn mit dieser „Rasse“ lebt sie ihren Kindheitstraum aus, den sie sich in schwarzer Farbe unter die Haut hat zeichnen lassen.