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Im Vergleich zum Wettbewerber hat Fendt mit der Technologisierung stets die Nase vorn
Alexander Thau, Bereichsleiter Weinbaugebiet Radebeul Ost, Deutschland - 208 Vario V
Im Vergleich zum Wettbewerber hat Fendt mit der Technologisierung stets die Nase vorn

Willkommen im Reich der Sinne

August der Starke, bis 1733 Kurfürst von Sachsen und König von Polen, soll zuweilen sieben Flaschen Wein am Tag getrunken haben. Nun mutmaßen Experten zwar, dass dieser Rebsaft einen niedrigeren Alkoholgehalt gehabt hat, als der Wein heute. Doch zumindest lässt sich daraus die Schlussfolgerung ziehen, dass den Menschen damals der Wein genauso geschmeckt haben muss, wie Weinliebhabern der vom
Sächsischen Staatsweingut Schloss Wackerbarth heute. Nur die Arbeiten in den Weinbergen waren zu jener Zeit schwieriger. Denn damals gab es noch keine speziellen Weinbautraktoren der Marke Fendt.

Der Herbst ist die wichtigste Zeit im Weinbau. Dann zeigt die Reblese, ob sich die aufwändige und vielfältige Arbeit übers Jahr gelohnt hat. „Das war 2011 ganz sicher der Fall“, blickt Alexander Thau, Bereichsleiter für das Weinbaugebiet in Radebeul Ost, zufrieden auf die letzte Ernte zurück: ein goldener Herbst mit Sonnenschein von September bis November. Die Trauben reiften richtig aus und konnten viele gute Aromen einlagern. Riesling, Müller Thurgau, Traminer, Kerner, Goldriesling, Grauburgunder, Weißburgunder, Scheurebe oder Bacchus sind die Grundlage für die begehrten trockenen Weißweine der Sächsischen Staatsweingut GmbH auf Schloss Wackerbarth in Radebeul. Sie gedeihen unter den hiesigen klimatischen Bedingungen besonders gut. Hinzu kommen einige auserlesene Rotweine aus den Trauben Spätburgunder, Dornfelder, Blaufränkischer und Frühburgunder, die in dem typischen Weißweingebiet aber kaum 20 Prozent der Gesamtproduktion ausmachen.

„Mit 9,2 °C durchschnittlicher Jahrestemperatur und 1.570 Stunden Sonnenschein ist das Elbtal die wärmste Region Sachsens. Die frühe Blüte der Reben und späte Weinlesen bieten genug Zeit für die Einlagerung von Mineralien und reichen Fruchtextrakten“, erklärt Alexander Thau. Dabei begutachtet er die Rebstöcke auf den Hängen nahe des nicht nur Weinkennern bekannten Elbweindorfes Diesbar-Seußlitz, westlich von Meißen. Es ist ein warmer Frühlingstag. Die ersten Knospen zeigen sich. Es wird deutlich: Bis daraus ein guter Wein herangereift, gekeltert und abgefüllt ist, und der schließlich im Verkaufsregal steht, gibt es viel zu tun.

„Die Weine, die dort reifen, sind etwas ganz Besonderes“

Genau genommen beginnt das Weinjahr bereits im Winter des Vorjahres mit dem Verschneiden der Rebstöcke. „Etwa 90 Prozent des nachgewachsenen Rebholzes werden bereits in den Wintermonaten abgeschnitten. Aber nur soweit, dass immer zwei Fruchtruten stehen bleiben. Eigentlich braucht man nur eine. Aber wir sind lieber gewappnet, falls noch einmal Spätfrost kommt“, erklärt der junge Winzer. In seinem Verantwortungsgebiet liegen auch die Steillagen, für die Wackerbarth berühmt ist. Sie tragen außergewöhnliche Namen wie „Goldener Wagen“, „Steinrücken“, „Johannisberg“ oder „Heinrichsburg“. „Die Weine, die dort reifen, sind etwas ganz Besonderes. Da in diesen Lagen ausschließlich mit der Hand gearbeitet werden muss, produzieren wir vor allem Spätlesen, die ohnehin eine außerordentlich sorgfältige Behandlung verlangen, um die erwartete Qualität zu bringen“, schildert er.

In den „normalen“ Weinbergen, wie auf den 54 ha um Diesbar-Seußlitz, verrichten Thaus Mitarbeiter mit Fendt-Traktoren, darunter zwei der schmalen Weinbautraktoren 200 V mit Variogetriebe, fast jegliche Arbeiten, die in einem Weinberg anfallen. Nach dem ersten Schnitt wird das Rebholz „rausgezogen“. Dann ähneln die Frühjahrsarbeiten denen auf landwirtschaftlichen Äckern: Bodenbearbeitung mit dem Parapflug, Pflanzenschutzmaßnahmen und Düngung, später Laub saugen oder die Weinlese. „Und das soll auch so bleiben“, fasst der Bereichsleiter zusammen und meint damit die Mitwirkung der Fendt-Traktoren.

Thau schätzt vor allem das Variogetriebe, das die Bedienung vereinfacht und enorm Diesel spart, zudem den hohen Fahrkomfort, die Zuverlässigkeit und die lange Lebensdauer. „Im Vergleich zum Wettbewerber hat Fendt mit der Technologisierung stets die Nase vorn“, ergänzt er und betont dabei die gute Zusammenarbeit mit Frank Nicklisch, BayWa Cunnersdorf, dem Fendt-Vertriebspartner vor Ort, und dem Fendt-Werksbeauftragten Klaus Golpon.

160.000 Besucher pro Jahr

Normalerweise werden die Rebstöcke in Wackerbarth zwischen 30 und 35 Jahre alt. „Aber wir haben hier viele Besonderheiten, wie den ältesten Mauerrebstock Deutschlands, der mindestens 300 Jahre alt ist“, berichtet Alexander Thau. Die Rebe „Früher Leipziger“ reift in der Steillage „Goldener Wagen“ und trägt immer noch. Sie ist ein Anziehungspunkt für viele Besucher. Zurück im schönen Ambiente von Schloss Wackerbarth wird schnell klar, dass das Staatsweingut sowieso weitaus mehr ist als eine Wein- und Sektkelterei. „Es ist auch das erste Erlebnisweingut Europas“, erklärt Ulrike Schröter, Pressesprecherin des Unternehmens, ein wenig stolz. Unter dem Slogan: „Willkommen im Reich der Sinne“ wird Weinliebhabern und Genießern die Welt des Weins nahe gebracht wird. „Dazu dienen Weinbergswanderungen, Wein-, Sekt- oder Erlebnisführungen, auf denen die Herstellung der edlen Tropfen erklärt wird, und zahlreiche weitere interessante Veranstaltungen“, beschreibt sie.

160.000 Menschen genießen jährlich Schloss Wackerbarth mit den barocken Gartenanlagen, romantischen Weinbergterassen und dem reizvollen „Lusthäuschen“ Belvedere. Das Ensemble ist August Christoph Graf von Wackerbarth, einem engen Vertrauten August des Starken, zu verdanken. Er kaufte von 1727 bis 1729 mehrere Weinberghänge im Gebiet um Radebeul und ließ vom sächsischen Hofbaumeister Christoph Knöffel das Barockschloss „Wackerbarths Ruh’“ errichten, das heutige Schloss Wackerbarth. Hier verbrachte der Graf bis zu seinem Tode 1734 seine Altersruhe. August der Starke zählte zu seinen treuesten Weinkunden.

500.000 Flaschen pro Jahr

Von den 13 deutschen Weinanbaugebieten ist das sächsische das Kleinste. Schloss Wackerbarth macht zwar mit knapp 100 ha Rebfläche fast ein Viertel davon aus. Trotzdem arbeiten die sächsischen Winzer nach dem Motto: „Klasse statt Masse“. Nicht nur, weil eine flächenmäßige Ausbreitung des Rebenanbaus nicht möglich ist. Eine hohe Qualität, die sie auch von der Technologie der Fendt-Traktoren verlangen, ist der sich von selbst verstehende Anspruch der Winzer nördlich des 51. Breitengrades. 500.000 Flaschen Wein und Sekt werden jedes Jahr auf dem Staatsweingut befüllt. „Das trinken die Sachsen fast allein“, lacht Ulrike Schröter und fügt hinzu: „Neben dem ausgesuchten Fachhandel in Sachsen und der eigenen Verkaufsstelle auf dem Gut bestellen Genießer auch über den Internetshop von Wackerbarth die erlesenen Produkte.“

Und dass die Rebensäfte in Sachen Qualität ganz oben mithalten können, beweisen allein die zahlreichen DLG-Prämierungen und vielen anderen Preise. Wiederholt bekommen die sächsischen Sekte beim AWC-Vienna, der größten offiziell anerkannten Weinbewertung der Welt, Trophäen. Stets schneidet der sächsische Traminer beim „Traminer-Wettbewerb“ in Oberitalien, der Heimat dieser Rebsorte, gut ab. „Wenn auf allen Ebenen eine hochwertige Qualität geliefert und gute Arbeit geleistet wird, dann stimmt eben auch das Endprodukt“, resümiert die Pressechefin. August der Starke, der den hiesigen Weinbau förderte und dessen Namen deshalb ein Sekt aus dem Staatsweingut Wackerbarth trägt, hätte sicher viel Freude an all den erlesenen Weinen.