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Fendt hat klar die Nase vorn!
Hans Mosbach, Leiter Zentralwerkstatt Landesbetrieb für Straßenbau, Deutschland - 209 Vario F, 714 Vario
Fendt hat klar die Nase vorn!

Für freie Fahrt im Saarland

Mit einer Gesamtfläche von 2570 Quadratkilometern ist das Saarland flächenmäßig, abgesehen von den Stadtstaaten, das kleinste Bundesland Deutschlands. Es erstreckt sich über Teile des Hunsrücks, des lothringischen Schichtstufenlandes und des Saar-Nahe-Berglandes. Diese Regionen verbindet ein gut ausgebautes Autobahn- und Straßennetz. Gepflegt und instand gehalten wird es vom Landesbetrieb für Straßenbau. Dieser setzt auch 15 Fendt Traktoren ein.

Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) ist im Saarland eine Institution. Rund 120 Millionen Euro setzt das Unternehmen im Jahr um: für ein leistungsfähiges, sicheres und umweltverträgliches Autobahn- und Straßennetz. Genau genommen sind das 240 km Autobahnen, 300 km Bundesstraßen, 1430 km Landstraßen, über 490 km Rad- und Gehwege und 1.900 Bauwerke, die es zu pflegen und instand zu halten gilt. Daran arbeiten, auf zwölf Nebenstellen im ganzen Land verteilt, 560 Mitarbeiter. „Denn eine ganz wesentliche Voraussetzung für eine funktionierende Wirtschaft ist eine uneingeschränkte Mobilität“, erklärt Hans Mosbach und hebt damit die Bedeutung des Straßenbaubetriebes hervor. Der Kfz-Meister ist bereits seit 1980 im Unternehmen und leitet seit 20 Jahren die Zentralwerkstatt des LfS im saarländischen Theley. Ohne ihn und seine 18 Mitarbeiter dreht sich praktisch kein Rad im Landesbetrieb. Alle Maschinen und Geräte kommen zur Inspektion, Pflege oder Wartung hierher in die hochmoderne Werkstatt: von der kleinsten Motorsäge bis zum Lkw. Sämtliche Reparaturen werden durchgeführt. Auch deshalb hat bei Neuanschaffungen Hans Mosbach ein entscheidendes Wort mitzureden.

Das Saarland startet zum Großversuch

Auf der Grundlage der guten Erfahrungen anderer Bundesländer mit Traktoren im Straßenbetriebsdienst dachte man auch im Saarland über den Einsatz von Traktoren nach. „Ehrlich, ich war am Anfang sehr skeptisch. Traktoren bei uns auf den Autobahnen? Wie soll das denn funktionieren?“, erinnert sich Hans Mosbach. Bevor es aber zu einer Entscheidung kommt, macht der gebürtige Saarländer einen Vorschlag: Er will die Traktoren aller namhaften Herstellertesten. Damit startet das Saarland zu einem Großversuch: Fünf Mitarbeiter testen fünf Wochen lang Schlepper auf „Herz und Nieren“. „Danach waren wir uns schnell einig“, gibt er schmunzelnd zu: „Fendt hat klar die Nase vorn!“ Ausschlaggebend ist vor allem die Wirtschaftlichkeit. „Und die spielt in einem staatlichen Betrieb wie dem Landesbetrieb für Straßenbau angesichts knapper Budgets eine entscheidende Rolle“, argumentiert Mosbach. Denn mit zunehmender Europäisierung steigt in einem hoch technologisierten Land wie Deutschland das Verkehrsaufkommen. Zumal das Saarland geographisch im Zentrum Europas liegt. Mit einer erhöhten Beanspruchung der Verkehrswege wachsen nicht nur die Anforderungen an die Straßenunterhaltung, sondern auch an die eingesetzten Fahrzeuge, Maschinen und Geräte. Darum werden alle Maschinen und Fahrzeuge des LfS in einem Leistungsverzeichnis geführt, geprüft und verglichen. Mosbachs Mitarbeiter dokumentieren darin sämtliche Kosten, die für die Maschine von der Beschaffung an anfallen. „Bei dem Fendt sind das überwiegend Inspektionen und der Austausch normaler Verschleißteile. Und das bei inzwischen zehn Jahren Laufzeit bzw. 7.000 bis 10.000 Arbeitsstunden“, fasst der Werkstattleiter das Ergebnis zusammen. Inzwischen sind 15 Fendt Traktoren, darunter ein 714 Vario und ein 200 Vario auf den Straßen und Gehwegenim Saarland unterwegs, um diese verkehrssicher zu halten. Zu den Leistungen gehören im Sommer hauptsächlich Mäharbeiten, im Frühjahr und im Herbst Gehölzrückschnitte.

Ein Vorteil des Fendt 209 F ist seine Wendigkeit.

Hans Mosbach (l.), Leiter der Zentralwerkstatt und Bernhard Brischwein, Fendt Werksbeauftragter.

Mit dem Fendt 209 F Vario werden Gehund Radwege instand gehalten.

Drei-Punkt-Gurt erhöht Sicherheit

Doch nicht nur die Sicherheit auf den Straßen für die Verkehrsteilnehmer, auch die der Arbeiter in den Traktoren wird im LfS groß geschrieben. Gerade weil die Schlepper im öffentlichen Verkehr auf Straßen und Autobahnen unterwegs sind. Gemeinsam mit Fritz Obermeier, dem damaligen Fendt Verkaufsleiter ISU – Intelligente Lösungen für Industrie, Straße, Umwelt – fanden die Saarländer eine Lösung, durch die Fahrersitze wie in einem Pkw mit Drei-Punkt-Gurten und Nackenstützen ausgestattet werden: Seit 2010 stellt die Firma König Komfort- und Rennsitze GmbH, Ilsfeld, Fahrersitze her, die diesen Ansprüchen gerecht werden und gleichzeitig mit der Ausstattung der Fendt Traktoren kompatibel sind. Das zeigt, wie gut die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen aus Saarland und Allgäu funktioniert – gerade wenn es um Fragen der Sicherheit geht. Eine wichtige Rolle spielt dabei die RWZ Agrartechnik Lebach, die von deren Geschäftsführer Christof Poth vertreten wird. Neben den Mitarbeitern aus dem Bereich ISU in Marktoberdorf und Bernhard Brischwein, Fendt Werksbeauftragter für diese Region, ist er der erste Ansprechpartner, wenn es um Landtechnik geht. Gute Voraussetzungen für die neuen Herausforderungen an den Landesbetrieb für Straßenbau im Saarland. Denn die Liste der neuen Aufgaben ist lang. Neben der Unterhaltung der Straßen, zu der auch die Straßenausstattung wie Wegweisungen, Fahrbahnmarkierungen, Lichtsignalanlagen und Schutzplanken zählen, gehören die Planung sowie der Neu-, Umund Ausbau von Bundesfernstraßen und Landstraßen dazu. Sie werden von der Betriebszentrale in Neunkirchen, acht Autobahn- und Straßenmeistereien, einer Fernmeldemeisterei, einer Verkehrszentrale, einer Brückenmeisterei und der Zentralwerkstatt gesteuert und bewältigt. Jedes Jahr gibt der Landesbetrieb drei Millionen Euro allein für Neuanschaffungen im Maschinenbereich aus. Die alten Fahrzeuge werden, je nach Einsatzgebiet, Typ und Laufleistung, nach sieben bis zwölf Jahren versteigert. Hans Mosbach tendiert auch in den nächsten Jahren weiterhin zu Fendt Traktoren, da sie den Anforderungen des Straßenbetriebes sehr gut gerecht werden.

Wolfgang Finkler (vorn), Monteur, und Norbert Fickinger, zuständig für Bestellungen von Ersatzteilen, in der Zentralwerkstatt in Theley.
Stefan Müller-Rackwitz ist verantwortlich für Auszubildende, Seiteneinsteiger und Mitarbeiterschulungen.