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Wir wollen 100 Hektar pro Tag dreschen.
Mario Otto, Karsten Koldewitz und weitere Fendt Fahrer auf der Insel Rügen, Deutschland - 5255L, 9490X
Wir wollen 100 Hektar pro Tag dreschen.

Ernten, wo andere Urlaub machen

Fast sechs Millionen Übernachtungen verzeichnet Rügen pro Jahr. Landschaftlich ist die Insel enorm facettenreich. Neben dem Tourismus spielt auf der größten deutschen Insel aber vor allem die Agrarwirtschaft eine wichtige Rolle. Die günstigen klimatischen Bedingungen, fruchtbare Böden und große Flächenstrukturen sind ideal für den Ackerbau. Rund 65.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche stehen auf der Insel zur Verfügung, drei Viertel davon werden für den Getreideanbau genutzt. Die Viehhaltung ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Etwa 40 landwirtschaftliche Betriebe haben eine Flächenausstattung von mehr als 100 Hektar. 15 Betriebe bewirtschaften sogar mehr als 2.000 Hektar. Vor allem in der Mitte und im Norden der Insel können einzelne Schläge über 150 Hektar groß sein.

»Auch mit Sonderkulturen wie Lupine und Erbse kommt der Drescher super zurecht.«

Im Süden der Insel nahe des Dorfs Poseritz ist der Gemischtbetrieb von Mario Otto beheimatet. Neben der Milchviehhaltung baut der Familienbetrieb auf 180 Hektar Getreide an. Zur Ernte 2016 hat der Betrieb in einen neuen Fendt 5255 L Schüttlermähdrescher investiert. Betriebsleiter Mario Otto fährt seit 16 Jahren Mähdrescher und sitzt auch heute noch überwiegend selbst in der Kabine.

„Wir haben uns für die L-Serie von Fendt entschieden, da wir mit dem Dreschsystem früher schon gute Erfahrungen gemacht haben. Neben der guten Druschleistung ist für uns zudem die Qualität des Strohs wichtig, denn im Stall nutzen wir dieses zur Einstreu der Tiere. Unter schwierigen Bedingungen bei der Ernte von Erbsen und Lupinen hat sich das 6,20 Meter PowerFlow Schneidwerk auf unseren Feldern bewährt“, berichtet Mario Otto. Besonders wichtig ist dem Agrarbetrieb die Einsatzsicherheit, denn auf Rügen ist die Getreideernte keine Dienstleistung, die von Lohnunternehmern angeboten wird. Die Betriebe sind, wie auch bei der Bodenbearbeitung, der Aussaat und dem Pflanzenschutz, nahezu vollständig eigenmechanisiert.

Strohverteilung auf ganzer Breite

An der Südküste Rügens nahe des Seebads Putbus befindet sich der Ackerbaubetrieb Lauterbach. Gedroschen wird mit zwei Mähdreschern, einer davon ist der Fendt Hybridmähdrescher vom Typ 9490 X. Der langjährige Mitarbeiter Karsten Koldewitz hat für den Betrieb Lauterbach bereits über 10.000 Hektar geerntet. Er ist genau der Richtige um den derzeit stärksten Mähdrescher von Fendt in der ersten Saison auf dem Betrieb auf Herz und Nieren zu testen.

Karsten Koldewitz fährt den Fendt 9490 X beim Betrieb Lauterbach

„Bei uns soll der 9490 X im Sommer 500 Hektar Getreide dreschen“, erläutert Karsten. Ausgerüstet ist der 496 PS starke Mähdrescher mit einem 10,70 Meter breiten PowerFlow Schneidwerk. Der Messerantrieb findet beidseitig statt und die Einzugsschnecke hat einen großen Durchmesser von 762 Millimeter. Das Schneidwerk ist optimal für die Ernte auf Hochertragsstandorten wie Rügen zugeschnitten. 100 Dezitonnen pro Hektar und mehr sind beim Weizen auf der ganzen Insel schließlich nichts Ungewöhnliches. Gerste wird oft mit mehr als 80 Dezitonnen vom Hektar geerntet. Die Erträge beim Raps liegen im Durchschnitt bei 50 dt/ha. Gleichzeitig sind dies auch die wichtigen Anbaukulturen auf der Insel. Für die großen Strohmengen, die auf den Rügener Getreidefeldern anfallen ist die X-Serie besten aufgestellt. Der Strohhäcksler besitzt acht Reihen mit insgesamt 108 gezahnten Messerklingen und läuft mit einer deutlich höheren Arbeitsgeschwindigkeit als Standardstrohhäcksler. Die beiden Wurfscheiben des Radialverteilers sorgen für eine gleichmäßige Verteilung des Häckselguts auf die gesamte Arbeitsbreite.

Raupenfahrwerk für optimale Bodenschonung

Desweitern haben sich die Betriebsleiter für das ATRAK Raupenfahrwerk entschieden. Die Aufstandsfläche wird durch die vier gefederten Laufbandrollen und die 63,5 Zentimeter breiten Raupenbänder maximiert, was zu mehr Laufruhe und natürlich zur Bodenschonung beiträgt. Daniel Wolf ist Werkbeauftragter für Fendt und unter anderem zuständig für die Händler- und Kundenbetreuung auf Rügen. Wolf ist auf der Insel geboren und kennt die hiesige Landwirtschaft und deren Entwicklung sehr gut. „Pro Jahr werden auf Rügen zwischen sechs und zehn Mähdrescher über alle Marken hinweg verkauft. Wir sind stolz darauf in dieser Saison drei Fendt Mähdrescher platziert zu haben“, berichtet Daniel Wolf. Und auch für die kommende Saison sieht es gut aus: „Die Leistung unserer Erntemaschinen kann sich sehen lassen und wir haben einen guten Händler auf der Insel. Das spricht sich rum“, so Wolf.

Team Erntetechnik auf Rügen: Daniel Wolf, Fendt Erntetechnik und Frank-Carsten Kapke von der Raiffeisen Technik Nord-Ost GmbH auf Rügen

Ilona Wolff, Geschäftsführerin der Agrarprodukte Garz GmbH

Ingo Mau, Fahrer der X-Serie am Betrieb Agrarprodukte Garz GmbH

Zuverlässiger Partner auf Rügen

Den Vertrieb der Fendt Erntetechnik genauso wie der Traktoren hat vor zwei Jahren die Raiffeisen Technik Nord-Ost GmbH übernommen. Neben den drei Filialen auf dem Festland unterhält der Händler einen Standort mit Werkstatt auf Rügen. „Die Kollegen im Service wurden mit zahlreichen Schulungen auf die Betreuung der Erntetechnikkunden gut vorbereitet. Im Sommer haben sie eine tolle Arbeit geleistet“, so Frank-Carsten Kapke, der im Außendienst für die Raiffeisen Technik Nord-Ost GmbH auf Rügen unterwegs ist. „Durch die großen Erntemengen ist kaum ein Mähdrescher bei uns älter als zehn Jahre. Gleichermaßen sind die Erwartungen an die Maschinen groß. Die Ersatzteilversorgung und gegebenenfalls Reparaturen müssen umgehend erfolgen. „Der persönliche Kontakt zum Kunden hat auf der Insel nach wie vor einen großen Stellenwert“, berichtet Frank- Carsten Kapke. Diesen pflegt er auch zum landwirtschaftlichen Betrieb Agrarprodukte Garz. Die Geschäftsführerin ist Ilona Wolff.

Die studierte Landwirtin arbeitet seit 1979 auf dem Betrieb und weiß worauf es in der Ernte ankommt: „Die klimatischen Bedingungen, vor allem hinsichtlich Niederschlag, sind auf Rügen auf der einen Seite ein Geschenk, auf der anderen Seite aber auch eine große Herausforderung an die Organisation der Erntemaschinen. Über das ganze Jahr hinweg haben wir durch den morgendlichen Tau, der von der Ostsee über die Insel zieht, optimale Wachstumsbedingungen. Die täglichen Einsatzzeiten der Mähdrescher fallen dadurch aber deutlich geringer aus, als in anderen Gegenden Deutschlands. Meistens können wir erst nach dem Mittag raus aufs Feld und müssen vor zehn Uhr abends aufgrund der Feuchtigkeit die Ernte unterbrechen. Für unsere rund 1.400 Hektar Druschfläche kalkulieren wir im Durchschnitt mit 23 Erntetagen. Im Idealfall ernten wir mit unseren drei Mähdreschern 100 Hektar pro Tag. Die neueste und beste Technik ist wichtig, um die Einsatzfähigkeit hoch zu halten. Für jede Stunde, die ein Mähdrescher steht, gehen uns drei Hektar Ernteleistung verloren“, erläutert Ilona Wolff.

In der ersten Saison setzt die Erntemannschaft in Garz den Fendt 9490 X ein. „Unsere Fahrer kamen mit dem Fendt Mähdrescher schnell zurecht, schließlich haben wir auch Fendt Traktoren im Fuhrpark und das Bedienkonzept ist jenem auf dem Mähdrescher sehr ähnlich. Zum Beispiel die Einstellung und Bedienung der Vario-Guide Spurführung ist praktisch identisch. Es ist sehr wichtig für uns, dass die Fahrer mit den Maschinen gut arbeiten können und sich in der Kabine wohl fühlen, deshalb sind die Mitarbeiter bei der Anschaffung neuer Maschinen von Anfang an mit eingebunden“, erklärt Ilona Wolff. Die Agrarproduktion auf Rügen ist spannend und in vielen Punkten einmalig in Deutschland. Während die einen sich in den Sommermonaten auf der Ostseeinsel erholen, nutzen die Landwirte und Agrargenossenschaften die trockenen Tage für die Ernte. Und beides geht parallel auf Deutschlands größter Insel.