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Fahrbericht: Entspanntes arbeiten mit IDEALDrive

Giorgio Speranza & Andrea Sandrini - IDEALDrive

Fahrbericht: Entspanntes arbeiten mit IDEALDrive

Entspanntes arbeiten mit IDEALDrive

Müde Augen und Arme waren für den 60-jährigen Giorgio Speranza seit jeher Begleiter während der Ernte. Doch das ändert sich nun, denn er hat kürzlich Fendt IDEALDrive getestet, ein Lenksystem mit einem Joystick anstatt des traditionellen Lenkrads. „Ich glaube, ich war noch nie so entspannt während der Ernte“, so Speranza. Ein moderner Mähdrescher hat etwa 7.000 Bauteile und der Fahrer benötigt viel Erfahrung und Geschick, um die Maschine optimal zu steuern und damit auch das bestmögliche Ernteergebnis zu erzielen. Am Vorgewende muss der Fahrer das Lenkrad gewöhnlich vier Mal bis zum Anschlag drehen, um die Maschine zu wenden und weiter zu ernten. Das ist demnächst Vergangenheit, denn mit IDEALDrive muss der Fahrer den Joystick nur wenige Zentimeter bewegen, um die Maschine zu steuern. Der Fendt IDEAL 10T wird der Öffentlichkeit erstmalig auf der Agritechnica präsentiert und hat kein Lenkrad mehr. Stattdessen lenkt der Fahrer die Maschine mit einem Joystick auf der linken Armlehne. Das Ergebnis: Bessere Sicht, weniger Erschöpfung und eine höhere Produktivität.

Nie wieder tote Winkel

Ohne Lenkrad und Lenksäule blockiert nichts mehr die freie Sicht auf das Schneidwerk und den Schrägförderer. Damit sieht der Fahrer Steine, Schlaglöcher oder andere Störfaktoren vor dem Drescher sofort und kann darauf reagieren und so Schäden an der Maschine vermeiden. Eine Gruppe bestehend aus sechs Landwirten und Lohnunternehmern konnte den Fendt IDEAL mit IDEALDrive in diesem Herbst auf einem Maisfeld in Norditalien testen. Einer von ihnen war Giogrio Speranza, der 40 Jahre Erfahrungen in der Ernte hat und bereits in der dritten Generation als Lohnunternehmer in der Ernte arbeitet. „Die Sicht auf das Schneidwerk ist fantastisch! Man hat den Eindruck, viel schneller reagieren zu können und auch das Wenden der Maschine am Vorgewende geht deutlich schneller mit dem Joystick, verglichen mit dem Lenkrad. Ich glaube, diese Lenkung wird die Produktivität deutlich erhöhen“, sagt Speranza.

Besser für den Fahrer

Er ergänzt, dass das neue Lenksystem auch angenehmer für den Körper ist, weil der Fahrer aufrechter und entspannter sitzen kann. „Ich denke, dass man durch die andere Sitzposition weniger erschöpft ist und die Muskeln weniger schmerzen, außerdem ist die Sicht so gut, dass auch die Augen weniger ermüden“, erläutert Speranza. Landwirt Andrea Sandrini war anfangs etwas skeptisch gegenüber der Joystick-Lenkung. „Ich bin positiv überrascht. Der Joystick reagiert schnell und präzise, wenn ich mit der Hand lenke und die Maschine lässt sich damit sehr einfach steuern. Das gefällt mir“, sagt er begeistert.

Andrea Sandrini ist aus anderen Gründen begeistert. Mit jungen 24 Jahren sind schmerzende Muskeln und müde Augen für ihn noch kein Thema. „Die Sicht ist unglaublich gut und man sitzt sehr komfortabel. Noch mehr beeindruckt mich das Tempo, in dem ich am Ende des Feldes wenden kann. Mit dem Joystick dauert das nur ein paar Sekunden und man kann bei jeder Wendung Zeit sparen. Für mich als Landwirt zählt jede Minute, weil ich nie weiß, wann sich das Wetter verschlechtert und ich die Ernte unterbrechen muss“, so Sandrini.

Ab auf die Straße

Da Fendt IDEALDrive für die Nutzung auf der Straße freigegeben ist, kann der Landwirt seinen Fendt IDEAL direkt vom Betrieb zum Feld fahren und natürlich auch zurück, wenn die Arbeit erledigt ist. „Ich arbeite in der Ernte seit dem ich sechs Jahre alt bin. Anfangs half ich meinem Vater, aber dies ist definitiv das erste Mal, dass ich einen Mähdrescher mit einem Joystick lenke“, erzählt Giorgio Speranza. „Das Gefühl gefällt mir wirklich gut!“