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Mit unserer LAYJET Methode sind wir im Durchschnitt 10 Mal schneller als mit herkömmlicher Technik.

Rainer Dunst, Geschäftsführer der LAYJET Micro-Rohr Verlegegesellschaft m.b.H. aus Steiermark, Österreich - 936 Vario

Mit unserer LAYJET Methode sind wir im Durchschnitt 10 Mal schneller als mit herkömmlicher Technik.

Schneller ans Netz

Breitband-, Glasfaser- oder digitaler Netzausbau – viele Worte schwirren um das schnelle Internet für alle. Doch nach wie vor haben viele Bürger keine oder nur eine sehr langsame Verbindung. Gerade zwei Prozent der deutschen Haushalte verfügen über eine Glasfaserverbindung. Die effiziente Verlegung des Glasfasernetzes ist die Passion des österreichischen Unternehmens LAYJET.

Rainer Dunst, Geschäftsführer der LAYJET Micro-Rohr Verlegegesellschaft m.b.H., kommt gerade von einer mehrtägigen Vorführtour aus Deutschland zurück. Nur noch ein Kaffee, denn er ist die Nacht durchgefahren, dann erzählt er begeistert in der Firmenzentrale im steirischen Ebersdorf von der Demonstration seiner Technik. „Wir haben an mehreren Orten in der Nähe von Regensburg unsere Technik im Einsatz vorgestellt“, so der 52-Jährige. „Es waren Mitarbeiter von Straßenmeistereien, aber auch Netzanbieter vor Ort, um sich selbst ein Bild von unserem System zu machen.“

Das Revolutionäre am LAYJET System? Die Technologie wurde von Straßenbauexperten des Landes Steiermark gemeinsam mit der Firma DW-Tech, der TU Graz und der TU Wien entwickelt, um eine sanfte Verlegung im Straßenbankett zu ermöglichen, ohne dabei den Straßenkörper in Mitleidenschaft zu ziehen. Mehr als zwei Jahre wurde an der Entwicklung gearbeitet. Mehrere Patente wurden vom Land Steiermark eingereicht. Die LAYJET Technologie ist seit 2017 offiziell im Einsatz und beschleunigt den Verlegeprozess um ein Vielfaches. Die Verlegeeinheit besteht aus einem Fendt 936 Vario mit Kabeltrommeln an der Traktorfront sowie der LAYJET Fräse am Heck.

Cleveres Kreislaufsystem

Bis zu drei Kilometer Micro-Rohrverbände können pro Tag verlegt werden – und das nahezu ohne Verkehrsbehinderungen. Wo man bisher mit wochenlangen Baustellen, Schmutz und Verkehrsstaus leben musste, hinterlässt der LAYJET Verlege-Trupp nach wenigen Stunden Arbeit eine saubere Baustelle. Selbst asphaltierte Flächen und Einfahrten werden problemlos durchgefräst und sofort danach wieder verschlossen. In einem Arbeitsgang wird ein Fräsgraben hergestellt, bis zu drei Micro-Rohre verlegt, ein Warnband positioniert und der Graben wieder mit dem davor ausgehobenen Material verschlossen. Unmittelbar nach dem Verlegevorgang erfolgt eine speziell entwickelte, mehrlagige Verdichtung des Grabens. Der komplette Verlegevorgang wird von 4 Kameras aufgezeichnet und von der Kommandozentrale des Traktors aus überwacht.

10 Mal schneller als herkömmlich

Angefangen hat alles mit einer Zwickmühle des Auftraggebers. „Das Amt der steiermärkischen Landesregierung, Abteilung 7, ist einerseits zuständig für die Erhaltung des Wegenetzes in der gesamten Steiermark, andererseits hat es vom Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer den Auftrag erhalten, den Netzausbau im bestehenden Straßennetz zu ermöglichen“, erzählt Rainer Dunst. Auf der einen Seite muss die Straße geschützt werden, auf der anderen Seite wird sie genau durch die Verlegearbeiten beschädigt. Dieser Herausforderung stellten sich die Verantwortlichen Landesbeamten und entwickelten mit dem Maschinenbauer Wolfgang Dunst, dem Bruder von Rainer Dunst, unter Einbeziehung der technischen Universität Wien die LAYJET Technologie. Innerhalb kürzester Zeit konnte diese einzigartige Technologie am Markt Fuß fassen. Bereits jetzt sind die bestehenden drei Fräsen für das Jahr 2019 vollständig ausgebucht.

Für die LAYJET Anwendung ist Fachpersonal absolut notwendig, schließlich müssen Rahmenbedingungen wie Bodenverhältnisse, Straßenaufbauten und Routenführungen berücksichtigt werden. Zudem wird die neue Technik auch stetig weiterentwickelt, so dass alle zwei Monate Schulungen für die Mitarbeiter stattfinden. Das Ergebnis gibt den Pionieren aus der Steiermark recht. „Mit unserer LAYJET Methode sind wir im Durchschnitt 10 Mal schneller als mit herkömmlicher Technik“, freut sich Rainer Dunst. „Schafft ein Bagger 200 m bis 300 m pro Tag, können wir mit unserer Methode bis zu drei Kilometer täglich verlegen. Sind die Rahmenbedingungen wie Bodenaufbau oder Streckenführung optimal, sind sogar bis zu 5 Kilometer möglich.

Der Vario ist Teil des Systems

Traktoren aus Marktoberdorf arbeiten schon seit mehr als sieben Jahren für die Bankett-Firma von Wolfgang Dunst. Auch beim neuen LAYJET System setzte man auf die Varios. „Unsere Methode funktioniert wirklich nur stufenlos. Wir müssen ganz niedrige Geschwindigkeiten fahren können“, betonen Wolfgang und Rainer Dunst ihre Entscheidung für Fendt. „Außerdem müssen die Traktoren auch robust sein und bei härtesten, steinigsten Untergründen zuverlässig ihre Arbeit verrichten.“

Mit dem Landtechnikhändler Markus Bierbauer hat Rainer Dunst auch einen Partner gefunden, der schnell und flexibel auf seine Anforderungen reagiert. „Ein verlässlicher Partner in der Nähe und eine Maschine, die auch funktioniert, das sind für uns zwei wesentliche Punkte, die stimmen müssen. Außerdem lautet meine grundsätzliche Philosophie: Eine langjährige, funktionierende Partnerschaft, ist für beide Seiten ein Gewinn!“ Für das Jahr 2019 werden gerade drei weitere LAYJET Systeme gebaut, die auch in Deutschland eingesetzt werden. Schließlich braucht man überall schnelles Internet!

v.l.: Kurt Wipfler (Fendt Werksbeauftragter Österreich), Ewald Höfler (Gebietsleiter Fendt ACA Center Bierbauer), Rainer Dunst und Markus Bierbauer (Geschäftsführer und Inhaber ACA Center Bierbauer)

LAYJET Micro-Rohr Verlegegesellschaft m.b.H.:

  • Firmensitz: Ebersdorf, Steiermark
  • Gegründet: 27. August 2017
  • Firmenkooperative mit DW-Tech Maschinenbau GmbH und Meisterbankett GmbH
  • Mitarbeiter: 35