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Der neue 6335 C ist solide gebaut, sehr bedienfreundlich und komfortabel.
Andreas Schmidt, Harald Zemke & Steffen Arendt, Geschäftsführer & Pflanzenbauleiter, Deutschland - Fendt 6335 C, 936 Vario
Der neue 6335 C ist solide gebaut, sehr bedienfreundlich und komfortabel.

Fendt Mähdrescher auf Brandenburger Böden

Fendt stellte 2012 die Mähdrescher der neuen C-Serie vor. In diesem Jahr setzten Landwirtschaftsbetriebe in Brandenburg die Landmaschinen zum ersten Mal in der Ernte ein. Die Agrar GmbH Kraatz in Gransee und die Neugro Landwirtschaft & Dienste GmbH, Großgottschow, zwei Agrarunternehmen im Ruppiner Land, berichten.

Andreas Schmidt steht mit seinem Vater vor einem Fendt

Seine Leidenschaft sind Kugelschreiber. Wie viele es mittlerweile sind, weiß er nicht genau zu sagen.,„Zehntausend vielleicht“, schmunzelt Andreas Schmidt und öffnet ein paar Schubladen in seinem Büro, in denen sie in allen Farben und Größen nebeneinander liegen. Er hat sowohl die Sammlung als auch das Büro 2004 von seinem Vater übernommen. Genau, übersichtlich und systematisch führt er den Fundus weiter. Charaktereigenschaften, die auch zur Leitung eines Agrarbetriebes wichtig sind.

Fendt Mähdrescher C-Serie im praktischen Einsatz

Denn seit 2004 ist Andreas Schmidt auch Geschäftsführer der Agrar GmbH Kraatz in Gransee. Der Ort liegt nördlich von Berlin im Ruppiner Land. 1.440 ha bewirtschaftet das Unternehmen auf den für Brandenburg typisch sandigen Böden mit Bodenwertzahlen zwischen 25 und 40 Punkten. Kraatz selbst ist ein von Ackerbau und Viehzucht geprägtes Straßendorf mit etwa 240 Einwohnern. Auf der Hauptstraße, die hier Lindenstraße heißt, ist jetzt Andreas Schmidt mit seinem Auto unterwegs. Vorbei an der betriebseigenen Tankstelle fährt der große, schlanke Mann hinaus zu den Feldern, auf denen seine Kollegen gerade Raps dreschen. „Wir haben in diesem Jahr 200 ha Raps bestellt und sind mit der Ernte in den letzten Zügen. Die Erträge sind mit 38 dt/ha ganz ordentlich“, informiert er.

Drei Personen stehen vor einem Fendt

„… das macht schon was her.“

Neben dem Acker- und Grünland gehören auch 330 Milchkühe mit Nachzucht und eine Biogasanlage zum Unternehmen. Seit fünf Jahren betreibt Schmidt außerdem ein Lohnunternehmen, das ausschließlich Fendt Traktoren fährt: fünf 820 Vario, einen 415 Vario und einen 936 Vario. Mit der Kombination von Landwirtschaftsbetrieb und Lohnunternehmen können die Maschinen optimal ausgelastet werden. „Außerdem macht es schon was her, wenn man bei den Kunden mit einer grünen Fendt Flotte auftritt“, argumentiert der Mittvierziger verschmitzt, während er von der Straße auf einen fast abgeernteten Rapsschlag fährt. Somit trägt auch die Technik von Fendt, die für ihre Zuverlässigkeit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit bekannt ist, für ein gutes Image des Dienstleisters bei.

Fendt Mähdrescher der C-Serie im Einsatz

Auf dem Rapsschlag sind neben einem Fendt Rotor- Mähdrescher, den der Agrarbetrieb bereits vor drei Jahren gekauft hat, nun auch ein neuer Fendt Mähdrescher der C-Serie im Einsatz. Anlass für die Investition waren die guten Erfahrungen mit Fendt Technik, die der Betrieb bisher gemacht hat. Fahrer Martin Schröter arbeitet seit vielen Jahren auf dem Betrieb und hat bislang verschiedene Mähdreschertypen gefahren. „Der neue 6335 C ist solide gebaut, sehr bedienfreundlich und komfortabel“, berichtet er schnell und fährt weiter, um die letzten fünf Hektar Raps abzuernten. Danach soll der Weizen und die Triticale gemäht werden. Ein Probedrusch ist schon gemacht. In der Ernte, vor allem aber wenn, wie in diesem Jahr, viele Feldfruchtarten kurz hintereinander reif werden, darf kein Mähdrescher ausfallen.


„Aber ich habe Vertrauen in Fendt“

Argumentiert Andreas Schmidt gelassen, der die Verantwortung für rund 1.000 ha Getreide, Raps und Mais trägt und dabei immer alles im Blick behält. Genauso wie bei seiner Kugelschreibersammlung. Außerdem wird der Granseeer in Fragen der Technik vom Fendt Vertriebspartner Agravis Technik Sachsen-Anhalt/Brandenburg GmbH in der nahen Ortschaft Fehrbellin unterstützt.

Knapp 2.500 ha Druschfläche

Ortswechsel: 15 km nördlich von Kraatz in Großwoltersdorf werden auf dem Betriebshof der Neugro Landwirtschaft & Dienste GmbH die Mähdrescher einsatzbereit gemacht. Locker kommt Steffen Arendt, Pflanzenbauchef des Agrarbetriebes, über den betonierten Hof, der von Verwaltungsgebäuden, Garagen und Lagerhallen gesäumt wird, gelaufen. „Der Name Neugro setzt sich zusammen aus den Ortnamen Neuglobsow und Großwolterdorf, der beiden Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG), aus denen die Neugro Landwirtschaft & Dienste GmbH 1991 hervorgegangen ist“, klärt er auf und schaut zu, wie Mähdrescherfahrer Karsten Zell in seinen Fendt 6335 C klettert und vom Hof fährt.

Steffen Arendt

Steffen Arendt ist hier Herr über 1.225 ha Acker- und Grünland der Neugro GmbH, und über 1.200 ha, die der Agrarbetrieb in Lohnarbeit bewirtschaftet. Vor sechseinhalb Jahren zog es den gebürtigen Niedersachsen ins Ruppiner Land. Da hatte er sein Landwirtschaftsstudium in Osnabrück gerade abgeschlossen. Ein EU-Projekt, das zur Förderung des Nachwuchses auf großen ostdeutschen Agrarbetrieben aufgelegt worden war, reizte ihn. Geplant hatte er ein Jahr Praktikum. Geblieben ist er bis heute. „Hier kann ich mich selbst verwirklichen und frei entscheiden. Außerdem ist die Arbeit sehr praxisbezogen“, begründet der junge Mann seinen Entschluss. Keine Frage, dass dabei auch die gute Zusammenarbeit mit Harald Zemke, dem Geschäftsführer der Agrargesellschaft, ihr Übriges tat.

„Seit 1999 fahren wir Fendt Traktoren. Das ist jetzt der erste Fendt Mähdrescher. Er ist eine Schlüsselmaschine. Deshalb ist die Qualität und Zuverlässigkeit sehr wichtig. Sie läuft nur rund 250 bis 300 Stunden im Jahr, aber wenn sie dann nicht funktioniert, haben wir ein großes Problem“, erklärt Steffen Arendt, Produktionsleiter Pflanzenbau bei der Firma Neugro Landwirtschaft & Dienste GmbH, Großwoltersdorf.

Gute Strohqualität für die Mutterkuhherde

Harald Zemke, Geschäftsführer der Neugro GmbH

Den neuen Fendt Schüttler der C-Serie haben sich die Großwoltersdorfer, die bereits seit 1999 Traktoren von Fendt fahren, vor allem aus einem wichtigen Grund angeschafft: Sie brauchen gutes, hochqualitatives Stroh für ihre 200 Mutterkühe, die zum Abkalben im Winter von der Weide in den Stall geholt werden. Das Getreide lagert das landwirtschaftliche Unternehmen größtenteils selbst ein, um es später ab Hof zu verkaufen. Mit 800 ha ist Roggen die Hauptfrucht in dem Betrieb. Daneben werden Raps, Wintergerste und Triticale angebaut.

„Wir haben bisher 200 ha gedroschen und sind mit der Druschqualität der neuen C-Serie sehr zufrieden“, resümiert Arendt. Dabei lobt er die geringen Verluste, die gute Übersichtlichkeit der Kabine und den Arbeitskomfort, der es erlaubt, locker zehn bis zwölf Stunden auf dem Drescher zu verbringen. Argumente, die für den Mähdrescher aus dem Fendt Werk im italienischen Bregenz sprechen. Mit Holger Beuster, Leiter der Niederlassung der Agravis Technik GmbH in Fehrbellin, und Daniel Wolf, AGCO Gebietsleiter Erntetechnik Ost, hat Harald Zemke im Frühjahr 2013 das Werk in Südeuropa sogar schon besichtigt. Und ist begeistert. „Aber eine ebenfalls wichtige Voraussetzung für die Arbeit mit Fendt Maschinen ist die gute Zusammenarbeit mit dem Agravis-Team in Fehrbellin“, hebt Steffen Arendt hervor, der jetzt mit seinem Geländewagen auf dem Weg zu den Wintergerstenfeldern und Karsten Zell ist, um ihn zur Pause vom Dreschen abzulösen.

Hinter dem Fendt Mähdrescher 6335 C wirbelt eine dicke Staubwolke auf, als dieser bremst. „Wir haben gute Erntebedingungen“, sagt Arendt, während er in die Kabine des Mähdreschers klettert und ruck, zuck mit der Maschine im nächsten Gerstenfeld verschwindet.